Der Expertenstatus in der Welt der ip-Adressen

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor – Es gibt keine Gegenstände, keine Dinge in unserem Leben mehr ohne ip-Adresse.

Sie befinden sich inmitten von intelligenten Alltagsgegenständen und Geräten, die Ihnen alle Informationen zu jeder Zeit an jedem Ort bieten, sie auf Schritt und Tritt begleiten. Ab morgen hat alles in Ihrer Welt eine ip Adresse, Ihr Bett, die Zimmerwand, Ihre Kaffeetasse. Diese Vision ist keine ferne Zukunftsvision mehr. Wir leben in einer Welt der visuellen Bilder und Oberflächen. Die Nachfolger von iPad & Co. sind iMirror, iTable und iWall. Die Internetlogik erobert Schritt für Schritt alle Orte und Geräte des Alltagslebens. Bildanalyse, Bilderkennung und beobachtende Interfaces sorgen dafür, dass Alltagsgegenstände das Verhalten ihrer Benutzer überwachen. Realwelt-Daten werden mit virtuellen Informationen kombiniert und über 3D-Displays in allen Varianten jeweils als situationsgerechte Informationen in unseren Alltag eingespielt.

Die Welt der Oberfläche wird zur realen Welt, die das menschliche Gegenüber ersetzt -Die Bildfläche – sie ist nicht erst seit gestern unsere neue Kommunikationspartnerin, unsere Realität, mit der wir täglich in Interaktion treten.

Die Zukunft – intelligentere Oberflächen

In Zukunft wird sich die Intelligenz der Oberflächen noch steigern. Wer entscheidet also in diesem zukünftigen Dialog zwischen Bild-Oberfläche und Mensch über das Sein oder nicht sein über Ja und Nein, Sinn oder Unsinn.

Wir Konsumenten werden alle neuen Technologien benutzen. Wenn sie uns helfen schalten wir sie ein, wenn nicht schalten wir sie ab. Doch nach welchen Kriterien entscheiden wir, ob wir an oder ausschalten? Welche Bilder , die auf uns jeden Tag einströmen werden, nehmen wir bewusst als ernstzunehmende Perspektive wahr?

Perspektiven sind dann brauchbare Perspektiven, wenn Sie für uns Sinn machen- doch was brauchen wir wirklich? Wer bestimmt darüber, ob es für uns Sinn macht oder nicht?

Anpassung statt Aufmerksamkeit.

Produkte werden in Zukunft dann gekauft, wenn sie spezielle individuelle Bedürfnisse befriedigen, doch welches Produkt gewinnt dann das Vertrauen des Käufers? Und was hat die digitale und technologische Entwicklung für Auswirkungen auf die traditionellen Berufe? Was tun Lehrer, wenn ihre Schüler per E-book schlauer sind als sie selbst? Was tun Makler, wenn dem Wohnungssuchen-den bereits beim Gang über die Straße automatisch den Grundriss der zukünftigen Wohnung, in die Brille eingeblendet wird?

Für viele Experten gilt nur eins – umdenken. Es geht darum, dass sie heute Ihre Kompetenzen so entwickeln, dass diese für morgen tatsächliche Lösungskompetenzen sind! Doch wenn Kreativität und der Blick nach vorne die Erfolgsqualitäten sind, wie sehen dann die Bewertungskriterien aus? Kann es diese überhaupt geben?

Greifen Sie sich an, bevor es ein anderer tut (Steve Jobs)

Sie haben damit einen großen mentalen Vorteil: Sie hinterfragen Ihre Perspektive, bevor es ein anderer für Sie tut. Der Glaube an die Sicherheit der Technik, das Vertrauen, das wir in die digitalen Bild- Oberflächen haben ist trügerisch. Diese mögen noch so high-tech aussehen, die innere Motivation, diese Oberflächen zu bedienen ist und schlussendlich wichtige Entscheidungen zu treffen, bleibt Ihre Aufgabe. Wir müssen also nicht nur verschiedene Bereiche miteinander verbinden, sondern auch unser Inneres mit dem Äußeren.

Eine eigene Perspektive zu schaffen, bedeutet eigene Verbindungen zu schaffen.

Das ist die eigentliche und schwierigste Aufgabe. Es geht darum, die eigene Perspektive aktiv zu entwickeln. Wir müssen es schaffen, für uns selbst ein Bild von Zukunft zu schaffen, welches wir dann den anderen mitteilen und so gemeinsam weiter entwickeln können.

Eine Perspektive ist immer auch eine Alternative – Es geht darum, jeden Tag die Perspektive zu ändern neue Sichtweisen einzunehmen, um das große Ganze von neuen Blickwinkeln aus zu betrachten zu können.

Welche Perspektiven sehen Sie vor sich, wenn Sie daran denken, wie Sie arbeiten und leben wollen?

2019-04-09T15:54:56+01:00

Über den Autor:

Lucia Schautz ist Künstlerin und Expertin für Kreative Teambuildings. Mit den impArt® Workshops führt sie Ihre Erfahrungen aus Kunst, Lehre und Unternehmen zusammen. Spezialisiert auf Teamcoaching durch Kunst bauen die impArt® Methoden auf iterative Designprozesse und vielseitige künstlerische Techniken auf.

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