Antoine de Saint-Exupéry sagte: ‚Jedes starke Bild wird Wirklichkeit.‘ Ich konnte durch jahrelange Beobachtung von Menschen beim Entwickeln von Ideen und Erreichen von Zielen, eingeschlossen eigener Erfahrungen und gescheiterten Versuchen, bestimmte Grundsätze und Regeln feststellen, die zum Gelingen einer Idee und zum Entwickeln von starken Bildern beitragen.

Das Ziel ist, das zu tun, was man liebt

1. Ziel: Dasselbe formulierte Einstein für die Beziehungsebene: ‚Versuche zu kriegen, wen du liebst, ansonsten musst du lieben, wen du kriegst.‘ Einzelne Ideen sind austauschbar, nicht aber das Ziel.
Wenn Sie Ihre Ideen umsetzen wollen, ich spreche hier von Ideen und Projekten, die Sie schon immer tun wollten, stellen Sie sicher, dass Sie diese leidenschaftlich und unbedingt umsetzten wollen, dann können Sie bereits automatisch Ihre Ziele vor Augen sehen. Hilfreich ist es, seine Ideen bildlich festzuhalten.

Machen Sie einen detaillierten Plan, der aus variablen Bausteinen besteht

2. Planung: Dinge und Umstände ändern sich. Ihre Planung an sich sollte daher kreativen Prinzipien folgen. Das bedeutet, der Plan sollte immer aus kleineren Schritten bestehen, die alle in Richtung Ziel führen und im Detail möglichst variabel ausgeführt werden können. Wichtig dabei ist einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Warum scheitern Pläne? Meistens, weil nicht alles auf einmal funktionieren kann oder angeblich die äußeren Umstände nicht entsprechend günstig sind. Diese Ausrede gehört für Sie in Zukunft der Vergangenheit an, wenn Sie Schritt für Schritt gehen und hin und wieder alternative Lösungsmöglichkeiten in Betracht ziehen, ohne dabei das endgültige Ziel aus den Augen verlieren.

Springen Sie ins kalte Wasser, bevor Sie zu verdursten drohen

4. Experimentierfreude: Nichts ist schlimmer als der Zustand, wenn sich vor lauter Perfektionismus nichts mehr zu bewegen scheint. Visuelle Methoden unterstützen Sie dabei, Ideen sichtbar auszutesten. Studien belegen, dass zwischen 200 und 3000 Ideen notwendig sind, um ein erfolgreich Neues hervorzubringen. Insofern ist Experimentierfreude die Basis für Ihr Ideenpotential im allgemeinen und jede gute Idee im speziellen.

Versprechen Sie sich selbst, Ihre Versprechen zu halten

5. Konsequenz: Die meisten Menschen geben anderen Menschen Ihr Wort, die wenigsten versprechen sich selbst, Ihre Vorhaben auch einzuhalten. Haben Sie einmal die Entscheidung, Ihre Idee zu realisieren getroffen, sollten Sie diese, wenn überhaupt nur nach reiflicher Überlegung auf die Auswirkungen auf das große Ganze wieder über Bord werfen. Nehmen Sie sich selbst und Ihre Ideen nicht ernst, können Sie nicht erwarten, dass andere dies tun. Halten Sie dafür Ihre Pläne und Ideen schriftlich fest.

Machen Sie Fehler und ziehen Sie daraus den größten Nutzen.

6. Fehler: Angst zu haben, Fehler zu machen oder gar zu scheitern, ist menschlich. Das Gute daran ist, wenn man beginnt Fehlentscheidungen oder einfach misslungene Versuche als Impuls für neue Ideen zu nehmen, kann das Gefühl des Scheiterns (das meistens sowieso viel dramatischer ist als die Tatsache des Scheiterns an sich) endgültig der Vergangenheit angehören. Betrachten Sie Ihre gescheiterten Versuche als Inspiration, denken Sie quer und verbinden Sie gegebenenfalls eine gescheiterte Idee mit einer neuen.

Priorität ist das, was Sie tun und nicht das, was Ihnen wichtig ist.

7. Priorität: Viele Menschen sagen, dass Ihnen Ihre Ideen wichtig sind und wenn Sie danach gefragt werden, ob Sie diese realisieren, sagen Sie, nein, aber Sie würden es gerne tun. Das bedeutet, dass ‚wichtig‘ nicht gleich zu setzten ist mit ‚Priorität‘. Priorität ist das, was auf unserer alltäglichen ToDo Liste ganz vorne steht. Überlegen Sie sich also, wie wichtig Ihre Idee für Sie ist und richten Sie Ihren Tagesablauf danach aus.

Steigern Sie durch kreative Techniken Ihre Ihre kreative Muskelkraft

8. Techniken: Zur Optimierung Ihrer kreativen Fähigkeiten und damit der Realisierung Ihrer Ideen gibt es konkrete Kreativitätstechniken. So können Ihre flexiblen und kreativen Denkgewohnheiten, also Ihre kreativen Gehirnmuskel wie andere Muskel auch trainiert werden. Sie lernen, neue Ideen zu entwickeln, wie Sie auch das Fahrradfahren gelernt haben. Bilder helfen, die Vorstellungsprozesse, die unsichtbaren Vorgänge im Gehirn, sichtbar und greifbar zu machen.

Das Naturgesetz der Reifung gilt auch für Ideen.

9. Zeit: Wer versucht, Ideen mit Krampf zum Wachsen zu bringen, wird früher oder später einsehen müssen, dass es dasselbe ist, wie wenn Sie versuchen, eine Pflanze zu manipulieren. Sie können alles dafür tun, um Ihre Ideen gedeihen zu lassen. Gutes Klima, positive Einstellungen, Techniken und Regeln helfen sicherlich immer. Doch für manche Ideen braucht es einfach entsprechend Zeit. Denn der schöpferische Geist ist (noch nicht) automatisch programmierbar. Insofern hilft es, Geduld mit sich selbst und seinen Ideen zu haben.

Für alles gilt genauso das Gegenteil.

10. Gegenteil: Der einzige Maßstab ist das eigene Empfinden und die persönliche Arbeitsweise. Es gibt viele Techniken für die Ideenentwicklung, doch es gibt immer auch Ausnahmen. Folgende und letzte Regel, kann daher lauten: ‚Alles ist möglich, auch das Gegenteil.‘